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Selbstständigkeit: 11 Dinge, die ich gelernt habe

11 lessons I learned from being self-employed

Seit genau 10 Monaten bin ich nun mit Simple et Chic selbständig. In dieser Zeit bin ich durch viele Höhen und Tiefen gegangen und habe mehr gelernt, als je zuvor. Ich habe viele Dinge über mich selbst gelernt. Ich habe Schwächen erkannt und neue Stärken an mir entdeckt, habe viele Tränen vergossen, aber eben auch wunderbare Glücksmomente erlebt. In manchen Momenten stand ich kurz davor, alles hinzuschmeißen. Doch im Endeffekt kann ich sagen, dass das Positive das Negative überwiegt. Selbstständigkeit ist ein holpriger, unsicherer Weg, der so einige Hindernisse parat hält. Doch so oder so wächst man an ihnen und entwickelt sich. Viele von euch haben mich gefragt, wie es so ist selbstständig zu sein und wie es mir in den letzten Monaten damit ergangen ist. Daher möchte ich heute 11 Dinge mit euch teilen, die ich in den letzten 10 Monaten Selbstständigkeit gelernt habe.

1. Selbstständigkeit ist eine emotionale Achterbahn

Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und ebenso sensibel. Ich bin froh, dass das so ist, da meine Mitmenschen meine Feinfühligkeit sehr an mir schätzen. Andererseits ist es aber oft auch sehr anstrengend. Selbständigkeit bedeutet immer Risiko und Unsicherheit – eigentlich beides nichts für mich… Ich weiß nicht, wie oft ich gesagt habe ,,Ich höre auf zu Bloggen“ oder einfach nur wütend, enttäuscht und gestresst war. Hingegen gab es dann wieder Momente, die mich haben fliegen lassen, die in mir so viel Positives ausgelöst haben und mir gezeigt haben, dass sich all das lohnt. Die Selbstständigkeit ist eine echte emotionale Achterbahn mit vielen, vielen Doppel-Loopings. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

2. Du musst lieben, was du tust

Du musst eine Leidenschaft haben, für das was du tust. Simple et Chic ist mein Baby und ich habe schon unendlich viele Stunden, Fleiß und Herzblut in den Blog gesteckt. Ich liebe es zu bloggen, ich liebe soziale Medien und kreativ sein macht mir unheimlich viel Spaß. Die Leidenschaft ist das, was dich antreibt und dich motiviert. Wenn du nicht zu 100% dahinter stehst, bist du zum Scheitern verurteilt. Du musst lieben was du tust!

3. Eine work/life Balance ist essentiell

.. und gleichzeitig super schwierig umzusetzen. Ich arbeite von zu Hause, Roman, mein Freund, nun auch. Wir leben hier, wir essen hier, wir arbeiten hier. Das macht das ganze nicht gerade einfach und stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Eine klare Trennung von Business und Privatleben ist extrem wichtig und essentiell für eine Beziehung und andere soziale Kontakte. Du brauchst zu deinem Job, wie jeder andere auch, einen Ausgleich. Für mich sind es zum Beispiel meine Freunde, soziale Kontakte, Sport, Kochen und natürlich meine Familie.

4. Networking ist wertvoll für deine Arbeit

Kreative Menschen zu treffen, die die selbe Leidenschaft teilen, kann sehr wertvoll für deine Arbeit sein. Ich bin super happy, dass ich mich mit einigen lieben Kolleginnen regelmäßig austauschen kann, wir gemeinsam Ideen umsetzen und uns gegenseitig unterstützen. Ein Beispiel dafür wäre die Pariser Modewoche, die ich mit Magdalena zusammen geplant habe. Allein wäre alles halb so schön gewesen und es ist einfach wunderbar, wenn sich Kolleginnen zu Freundinnen entwickeln. Ein Austausch mit Gleichgesinnten kann dir so viele neue Denkanstöße geben und auch das Feedback von Leuten, die in der selben Branche arbeiten, ist enorm wichtig, um deine Arbeit zu verbessern und Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. SELF-EMPLOYED-blogger

5. Organisation ist der Schlüssel zu allem

Sobald du unorganisiert bist, fängt das Chaos an. Glaubt mir, ich weiß wovon ich spreche. Besonders, wenn gerade eine stressige Woche mit vielen Events oder sogar kleinen Trips ist, neige ich dazu, meine Organisation etwas zu vernachlässigen und die Zeit zu unterschätzen. Das löst meistens eine Kettenreaktion von Chaos aus. In meinem Artikel „10 Tipps um produktiver von zu Hause zu arbeiten“, teile ich einige Tipps mit euch, wie ihr euch organisieren könnt.

6. Du musst dich jeden Tag selbst motivierten

Anfangs war ich so happy über den Schritt in die Selbstständigkeit, dass ich jeden Tag schon ganz früh aufgestanden bin und es richtig genossen habe, zu arbeiten. Klar, liebe ich meinen Job noch immer, aber es ist eben nicht immer so. Das ist ok. Das ist normal. Es gibt Zeiten, da muss ich mich zusammenreissen und mir selbst in den Allerwertesten treten um mich zu motivieren. Es gibt eben auch Aufgaben und Phasen, die keinen Spaß machen und Tage, an denen man einfach eine kreative Blockade hat. Sich jeden Tag selbst zu motivieren ist nicht immer einfach, man muss es üben und seine eigene Technik entwickeln.

7. Du brauchst Menschen und dich herum, die dich unterstützen

Selbstständigkeit ist stressig, anstrengend, energieraubend, spannend, interessant und wunderbar zugleich. Gerade in der Eingewöhnungsphase geht meistens noch alles drunter und drüber. Man muss, wie bei so vielen Dingen im Leben, erstmal einen Rhythmus finden, sich organisieren und seine Zeit richtig einplanen. Ohne die Unterstützung meiner Familie und meiner Freunde, wäre ich manchmal wirklich durchgedreht. Meine Mama zum Beispiel, holt mich immer auf den Boden der Tatsachen zurück, hört mir zu und ist mein Fels in der Brandung. Meine Schwester ist eine wahre Motivations-Maschine und feuert mich regelmässig an. Mein Vater ist der Ruhige, der immer cool bleibt und der immer einen Plan B in der Tasche hat. Roman, mein Freund, ist immer für mich da und hat für alles eine Lösung. Er treibt mich an und ermutigt mich, an meine Träume zu glauben. Simple et Chic ist auch sein Baby und das macht mich überglücklich. Er ist einfach mein Held!

valerie roman

8. Du musst lernen zu multitasken

Als Selbständiger hat man nicht nur einen bestimmten Aufgabenteil, man muss sich um alles kümmern. Das geht bei mir von Angeboten schreiben über Recherchearbeiten, Blogposts, Bilder bearbeiten, Steuerabrechnungen, Mails beantworten, Dokumentverwaltung bis hin zu Social Media, Kontoübersicht, Kontaktpflege, Rechnungen schicken, Kalender updaten und Themen suchen. Und das war nur ein Bruchteil. Den Überblick zu behalten ist schwer und Multitasking essentiell wichtig. Man muss nur darauf achten, nicht zu viel auf einmal zu machen, so dass nichts untergeht oder unsorgfältig erledigt wird. Anstatt den großen Berg vor sich zu sehen, sollte man sich die Aufgaben in kleinere Bereiche teilen. Das ist am Anfang vielleicht schwierig, aber auch hier ist es alles eine Frage der Übung. Im Endeffekt ist es doch ein tolles Gefühl, dass man in jedem Bereich Erfahrung sammeln kann und es immer abwechslungsreich bleibt.

9. Manchmal muss man 100mal scheitern, bevor etwas gutes passiert

Der Trick ist, vorher nicht aufzugeben und immer positiv zu bleiben. Das klappt natürlich nicht in jeder Situation, ist aber reine Trainingssache. Geduld ist etwas, was ich mir immer noch hart antrainiere und was mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Es ist völlig normal, dass man Fehler macht und es ist sogar gut. Ohne Fehler, deren Folgen und dem daraus entstehenden Lernprozess, gäbe es nämlich keine Entwicklung. In den letzten Monaten habe ich extrem viel aus meinen Fehlern ziehen können und bin sogar froh sie gemacht zu haben. Also: Keine Angst vor Fehlern, sie helfen uns zu lernen und uns zu entwickeln.

10. Es ist wichtig zu investieren

Geld ausgeben tut immer weh. Aber etwas zu investieren ist von Zeit zu Zeit einfach nötig. Wenn man selbständig ist und keine festen, fortlaufenden Aufträge hat, ist jeder Monat finanziell anders. Sparen und einen Notgroschen anlegen ist wichtig, keine Frage. Es ist allerdings auch essentiell, nicht an den falschen Enden zu sparen. Man muss in seinen Traum investieren, um das bestmöglichst Ergebnis zu erzielen. Ein Beispiel ist ein professionelles, customized Design. Wenn du nicht gerade Informatik studiert hast oder extrem talentiert bist was HTML, CSS und Coden angeht, siehst zu ziemlich alt aus, wenn du dein Design selbst machen möchtest. Investiere nicht gleich in den nächst besten Studenten, der dir anbietet, dein Design zu machen. Betreibe Recherche, lass dir Kostenvoranschläge zusenden und setze ein realistisches Budget fest, was du ausgeben willst und kannst. Eine andere Investition, die für Blogger sehr wichtig ist, ist die Kamerausrüstung. Wir verwenden die Canon 5D Mark III mit 3 unterschiedlichen, hochwertigen Objektiven. Klar, hat das eine Meine Geld gekostet, aber es war eine wichtige Investition die ich nicht mehr missen möchte. Schließlich kann Simple et Chic ohne Bilder nicht existieren und die Qualität der Bilder ist uns und auch den Kunden enorm wichtig.

11. Zeitmanagement ist kein Talent, sondern eine Angewohnheit

Besonders am Anfang meiner Selbstständigkeit habe ich mich oft grob verschätzt, was die Zeit angeht. In einem Job, der viele Deadlines beinhaltet, ist das nicht gerade förderlich. Das Resultat von Zeitdruck ist oft leidende Qualität, was natürlich nicht passieren darf. Ein geordnetes und individuelles Zeitmanagement ist daher extrem wichtig. In meinem Artikel ,,10 Tipps für ein besseres Zeitmanagement“, habe ich euch ja bereits einige meiner Tipps & Tricks verraten. Ohne diese würde ich wahrscheinlich nicht mal die Hälfte schaffen.

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SELF EMPLOYED blogger

 

 

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  1. Hallo Valerie, dieser Beitrag hat mich sehr angesprochen und spricht mir aus Seele. Ich konnte einige Dinge, die du geschrieben hast, als Rat aufnehmen. Vielen Dank dafür! Denn ich bin auch seit etwas über einem Jahr selbständig und es war nicht immer einfach. Doch bereue ich diesen Schritt nicht. Schön zu wissen, dass es gleichgesinnte gibt. Ich habe auch einen Fashion und Lifestyle Blog den ich von Gran Canaria aus führe, da ich hier seit 10 Jahren lebe. Wenn du Interesse hast, dann schau doch mal auf meinem Blog vorbei. Ich würde mich freuen, wenn du dich mal bei mi meldest. Vielleicht hat du ja Interesse. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn wir uns austauschen könnten. Lieben Gruß von der gerade verregneten Insel Gran Canaria! Katy

    1. Valerie says:

      Hey liebe Karin, Vielen lieben Dank für deine Worte. Es ist wirklich schön zu wissen, dass es doch nicht immer so einfach ist, wie es bei anderen vielleicht aussieht. Ich werde jetzt mal durch deinen Blog browsen und Fernweh kriegen 🙂

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