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Mein veganes 3-Gänge Weihnachtsmenü

Wer vegetarisch oder vegan isst, der weiß wovon ich spreche, wenn ich sage, dass Weihnachten für Nicht-Fleischesser manchmal etwas kompliziert sein kann. Ich kann davon ein Liedchen singen, denn meine ganze Familie isst Fleisch. Zwar isst meine Mama nur gaanz selten Fleisch und ernährt sich hauptsächlich vegetarisch, aber an Weihnachten wird eben Fleisch zubereitet. Von meiner erweiterten Familie mal ganz abgesehen, denn da ist auch kein einziger Vegetarier dabei.

Letztes Jahr allerdings, hatte meine Mama die tolle Idee, ein veganes Weihnachtsmenü zu kochen. Ihr könnt euch wirklich nicht vorstellen, wie sehr mich das gefreut hat und wie happy ich war. Denn neben den ständigen Veganer- und Vegetarier-Witzen meiner Familie (ok, manchmal sind sie auch lustig), ist es nicht gerade einfach, jemandem klar zu machen, dass man ohne Fleisch in seinem Ernährungsplan nicht nur Salat isst oder an Karotten nagt.

Meine Mama und ich hatten super viel Spaß in der Küche und hatten uns entschieden, das Weihnachtsmenü von Attila Hildmann nachzukochen. Zu meiner großen Überraschung fanden es alle super lecker und wir waren alle so voll, dass wir nicht mal mehr den Nachtisch geschafft haben. Ein rundum gelungenes Weihnachtsessen.

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Auch in diesem Jahr werden wir am 24. wieder ein veganes Weihnachtsmenü kochen, worauf ich mich schon total freue. Um euch ein bisschen Inspiration zu geben, wie so ein veganes Festessen so aussehen kann, habe ich euch unser Menü schon einmal vorgekocht und möchte heute die Rezepte mit euch teilen. Ich hoffe, euch gefällt mein veganes 3-Gänge-Weihnachtsmenü.

Gang 1: Feldsalat mit gerösteten Pecannüssen mit Feigen Balsamico Dressing und Granatapfel

Feldsalat mit gerösteten Pecannüssen, Granatapfel und Feigen-Balsamico Dressing

  • Portionen: 4
  • Schwierigkeit: einfach
  • Drucken

Dieser Feldsalat mit gerösteten Pecannüssen, Granatapfel und Feigen-Balsamico Dressing ist der perfekte Start für dein Weihnachtsdinner!

Zutaten

  • 300g Feldsalat
  • 100g Pecannüsse
  • 3EL Walnussöl (oder Olivenöl)
  • 1 Handvoll Physalis (optional)
  • 1 Knoblauchzehe
  • Feigensenf
  • dunkler Balsamicoessig
  • Kerne eines Granatapfels
  • Salz & Pfeffer

Anweisungen

  • Salat: Für den Salat waschen wir erstmal unseren Feldsalat und bereiten ihn zu. Wir geben ihn gemeinsam mit 1 Handvoll halbierte Physalis (optional) und den Granatapfelkernen in eine Schüssel.
  • Dressing: 2TL Feigensenf mit 3EL Walnussöl und 2EL Balsamicoessig vermengen, eine Knoblauchzehe reinpressen und mit Salz & Pfeffer würzen. Das Dressing dann für mindestens 1 Stunde ziehen lassen.
  • Während wir das Dressing ziehen lassen, rösten wir in einer kleinen Pfanne Öl die Pecannüsse ganz kurz an.
  • Nun könnt ihr alles auf den Tellern anrichten und das Dressing über den Salat träufeln.

Gang 2: Kartoffelklöße mit Apfelrotkohl und veganer Bratensauce

Heute räumen wir mal mit dem Vorurteil auf, dass man auf Hausmannskost oder deftiges Festessen verzichten muss, wenn man vegan lebt. Diese leckere vegane Bratensauce mit Pilzen schmeckt so wahnsinnig gut, vor allem in Kombination mit den Kartoffelklößen und dem leckeren Apfelrotkohl. Ich wette, eure Familie schmeckt keinen Unterschied und wird hin und weg sein!

Kartoffelklöße mit Apfelrotkohl und veganer Bratensauce

  • Portionen: 4
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Drucken

Diese leckere vegane Bratensauce mit Pilzen schmeckt so wahnsinnig gut, vor allem in Kombination mit den Kartoffelklößen und dem leckeren Apfelrotkohl. Ich wette, eure Familie schmeckt keinen Unterschied und wird hin und weg sein!

Zutaten

  • 500g Champignons
  • 1 sehr große Zwiebel
  • 450ml Pilzfond
  • 250ml Gemüsefond
  • 2 EL Mandelmus (dunkel ist schöner, helles geht aber auch)
  • 2 EL Sojasauce
  • 200ml Rotwein
  • 70g vegane Butter/Margarine
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Zweig Thymian
  • Kreuzkümmel, gemahlen
  • Knoblauch
  • Salz & Pfeffer
  • etwas Zucker oder Balsamico-Creme
  • Apfelrotkohl
  • Kartoffelklöße

Anweisungen

  • Für die Soße gebt ihr zunächst etwas Öl in die Pfanne. Sobald das Öl heiß ist, gebt ihr die geviertelten Pilze, etwas zerdrückten Knoblauch und jeweils einen Rosmarin- und Thymian-Zweig dazu. Sobald die Pilze etwas angeröstet sind, nehmt ihr sie aus der Pfanne und stellt sie zur Seite. Am besten wischt ihr nun einmal mit einem Küchentuch durch die Pfanne, damit keine Reste des Knoblauchs oder der Pilze übrig sind, die verbrennen könnten.
  • Gebt nochmal etwas Öl in die Pfanne und nun die in Streifen geschnittenen Zwiebeln und den Knoblauch dazu. Wenn die Zwiebeln etwas Farbe bekommen haben, könnt ihr sie mit etwas Zucker oder Balsamico-Creme leicht karamellisieren. Sobald der Knoblauch und die Zwiebeln karamellisiert sind, löscht ihr sie mit dem Rotwein ab und stellt den Herd auf halbe Stufe.
  • Nun mischt ihr das Mandelmus* mit ca. 100ml des Gemüsefonds und der Sojasoße, bis die Masse eine cremige Konsistenz hat.
  • Die Masse gebt ihr nun in die Pfanne und füllt sie mit dem restlichen Gemüse- und Pilzfond auf und reduziert die Flüssigkeit für 15-20 Minuten. Zuletzt gebt ihr den Zweig Rosmarin und Thymian, den Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer und die vegane Butter hinzu. Natürlich könnt ihr auch noch mit etwas pikantem Paprikapulver nachwürzen. Zum Schluss gebt ihr die zuvor zur Seite gestellten Pilze dazu und lasst es nochmal kurz aufkochen.
  • In der Zwischenzeit, könnt ihr schon mal euren Apfelrotkohl in einen Topf aufwärmen.
  • Ein einfaches Rezept für Kartoffelklöße, findet ihr hier.

Gang 3: Roh-veganer Käsekuchen mit Spekulatiusboden und Lebkuchen-Zimt-Füllung


Kennt ihr noch meine beiden Käsekuchenrezepte aus dem Sommer? Ich hatte euch einmal einen klassischen roh-veganen Käsekuchen gezeigt und einmal ein Rezept mit Blaubeeren. Genau dieses Grundrezept habe ich etwas abgewandelt und weihnachtlicher gestaltet. Dabei herausgekommen ist dieser leckere Spekulatius-Lebkuchen-Zimt-Käsekuchen. Himmlisch lecker und perfekt geeignet als Nachtisch für unser veganes Weihnachtsdinner.

Roh-veganer Käsekuchen mit Spekulatiusboden und Lebkuchen-Zimt-Fülling

  • Portionen: 4
  • Schwierigkeit: einfach
  • Drucken

Dieser himmlisch leckere Spekulatius-Lebkuchen-Zimt-Käsekuchen ist der perfekte Nachtisch für unser veganes Weihnachtsdinner.

Zutaten

  • 300g Cashews (min 6 Stunden in Wasser eingeweicht)
  • 180g Datteln
  • 200g Pecannüsse
  • 5-6 Spekulatius Kekse
  • 1 EL Lebkuchen Gewürz
  • 1 TL Zimt
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 1/4 TL Agar Agar
  • 1 Tasse Sojamilch (oder jede andere Pflanzenmilch)

Anweisungen

  • Boden: Für den Boden geben wir die Spekulatius Kekse, 180g Datteln und 200g Pecannüsse in die Küchenmaschine oder den Mixer, bis ein klebriger, fester Teig entsteht.
  • Nachdem wir unsere Kuchenform mit etwas Kokosöl eingefettet haben, drücken wir den Teig ganz fest in die Kuchenform und formen unseren Boden. Der geht dann erstmal für eine Stunde ins Tiefkühlfach.
  • Füllung: Für die Füllung, schütten wir das Wasser von den Cashewkernen ab und waschen sie nochmal gründlich. Zusammen mit dem Lebkuchen Gewürz, dem Agavendicksaft, Soya Milch und dem Agar Agar, mixen wir die Cashews gründlich in unserer Küchenmaschine oder dem Mixer. Hier könnt ihr ruhig richtig lange mixen, bis eine glatte, sahnige Masse entsteht. Zwischendurch solltet ihr immer mal wieder abschmecken und je nach Bedarf noch etwas Gewürz oder Agavendicksaft hinzufügen. Je nachdem wie fest die Masse ist, könnt ihr auch noch etwas Sojamilch hinzufügen, so dass eine cremige Masse entsteht, die nicht zu dünn und nicht zu dick ist.
  • Nun holt ihr den Boden aus dem Gefrierfach und verteilt eure Cremefüllung auf dem Boden. Jetzt kommt der Kuchen erstmal für ein paar Stunden ins Gefrierfach, damit er eine schöne Form bekommt und die Masse etwas härter wird.
  • Den Kuchen könnt ihr dann eine halbe Stunde vor Verzehr aus dem Gefrierfach holen und noch etwas mit Nüssen, Zimt oder Schokosauce verzieren.

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  1. Simone says:

    Das klingt wirklich total lecker und deine Bilder machen mich IMMER so hungrig 🙂
    Ich glaube aber du hast die Pilze bei der Hauptspeise vergessen, oder?

    Alles Liebe,
    Simone

  2. Bert says:

    Hi Valerie 🙂

    Erstmal danke für die tollen Rezepte – bin schon sehr gespannt auf’s ausprobieren! Eine kleine Frage bzgl. des Kuchens: leider ist mein Eisfach nicht groß genug für meine Kuchenform; hast du irgendwelche Erfahrungswerte damit, sie stattdessen in den Kühlschrank zu stellen? Durch den Agar-Agar sollte sie ja auch ohne einfrieren fest werden…vielleicht einfach etwas länger im Kühlschrank als im Eisfach lassen (z.B. über Nacht)?

    Besten Dank & Grüße,
    Bert

  3. Andrea says:

    Klingt ja alles super lecker! Ich habe dieses Jahr auch zum zweiten Mal ein veganes Drei-Gänge-Menü zubereitet und es kam super an, was mich tierisch gefreut hat. Das Dessert von dir finde ich besonders toll, das werde ich mir mal merken. 😉
    Liebste Grüße
    Andrea von http://www.chapeau-blog.de

  4. Hey Valerie,

    wenn die Gerichte auch nur halb so gut schmecken wie sie auf deinen Bildern aussehen, kann es ja nur gewaltig werden.

    Ich denke ich habe soeben mein Weihnachtsessen gefunden … freu mich jetzt schon das auszuprobieren. 🙂

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