Wie starte ich einen Blog? 10-Schritte-Guide

Enthält Affiliate-Links

In den letzten Wochen haben mich wieder einige Nachrichten zum Thema Bloggen erreicht, vor allem rund um das Thema: Wie starte ich einen Blog? Da diese Frage nicht in einem Satz beantwortet werden kann, habe ich euch eine ausführliche Schritt-für-Schritt Anleitung aufgeschrieben und beschäftige mich mit den grundlegenden ersten Fragen, die man sich stellen sollte.

Als ich vor 7 Jahren angefangen habe zu bloggen, hatte ich im Prinzip gar keine Ahnung. Weder von Webseiten, noch von dem Bloggen an sich. Das meiste habe ich mir selbst beigebracht, in YouTube Tutorials gesehen oder nachgelesen. Das alles kostet viel Zeit und Geduld, denn bis man erstmal ein Verständnis und eine Grundahnung dafür entwickelt hat, dauert es eine Weile. Gerade beim Thema Design und HTML, wird es manchmal ganz schön kompliziert. Ein Blog, der professionell betrieben wird, ist kein Ponyhof, vor allem nicht wenn man Erfolg haben möchte. Es gibt unzählige Dinge die man falsch machen kann – auf allen Ebenen (technisch, finanziell, rechtlich, auf Datenschutzebene, inhaltlich etc.). Bevor man mit dem Bloggen anfängt, sollte man sich vor allem eins fragen: Warum möchte ich anfangen zu bloggen?

1. Warum möchtest du anfangen zu bloggen

Das ist die erste frage, die du dir stellen solltest. Wieso möchtes du einen Blog eröffnen? Möchtest du einen Hobby-Blog, auf dem du ab und zu mal postest, oder möchtest du einen professionellen Blog starten? Soll der Blog sich um ein bestimmtest Thema drehen? Um ein Nischenthema? Oder möchtest du lieber dein persönliches Leben dokumentieren und teilen. Welche Themen möchtest du auf dem Blog behandeln? Was ist deine Motivation hinter dem Bloggen? Am besten fertigst du dir dafür ein kleines Mindboard an und überlegst dir, wie die Themen auf deinen Blog aussehen sollen bzw. in welche Richtung es gehen soll.

2. Überlege dir einen Namen und Schlaf eine Nacht drüber

Nun, wo du das Thema deines zukünftigen Blogs festgelegt hast, kommen wir zum nächsten, super wichtigen Punkt: dem Namen. Ich habe damals keine 5-Minuten über den Namen Simple et Chic nachgedacht- ich konnte ja auch nicht ahnen, wohin mich das alles führen würde. Ich bin trotzdem ziemlich glücklich, dass ich mich spontan dafür entschieden habe und nicht für ValeriesModeTagebuch oder Fashionworld123. Simple et Chic beschreibt auch heute noch meinen Stil, weswegen der Name zum Glück noch passt! 

Jeder muss für sich selbst wissen, wie er seinen Blog nennt. Wenn du persönlich und über dein Leben schreibst, könntest du auch einfach deinen Namen verwenden, vorrausgesetzt du möchtest das. Anonsten kann du natürlich auch einen Künstlernamen erfinden. Ob fiktiver Name, Wortspiel oder Sonstiges: du solltest auf jeden Fall vorher Recherche betreiben, ob es schon einen Blog gibt der so heißt und ob der Name geschützt ist. Das ist wichtig, da du sonst rechtliche Probleme bekommen könntest. Außerdem wäre es auch sehr schlecht für dein Google Ranking, wenn ein weiterer Blog mit deinem Blognamen im Web existiert. 

3. WordPress einrichten und Hosting

Ich schreibe hier absichtlich nicht rein, dass du dich erst für einen Anbieter entscheiden sollst. Natürlich ist dir das vollkommen selbst überlassen aber meine Empfehlung ist definitiv WordPress. Hier hast du einfach viel mehr Möglichkeiten deinen Blog zu gestalten und zu führen. Für mich gibt es absolut keine bessere Plattform und ich bin sehr froh, dass ich vor zwei Jahren mit dem Blog von Blogger auf WordPress umgezogen bin.

Wenn du dich entschieden hast, brauchst du nur noch einen Hoster und schon kann es losgehen. Ich empfehle gerne Raidboxes, da deren Hosting extra für WordPress ausgelegt und optimiert ist und WordPress automatisch installiert und eingerichtet werden kann. Das spart eine Menge Sorgen. 🙂

4. Deine eigene Domain

Je nachdem, ob du dein Blog als Hobby oder professionell betreiben möchtest, solltest du darüber nachdenken eine eigene Domain zu kaufen. Das heisst dann www.DeinName.com anstatt www.DeinName.wordpress.com. Es gibt viele verschiedene Anbieter wie zum Beispiel Strato, Iwantmyname und viele mehr. Das ist auch für die Namensfindung nicht ohne Bedeutung, da vielleicht ein paar Domains, die du dir wünschst schon vergeben sind. Einfach mal ausprobieren!

5. Template & Blogdesign

Du hast dein Thema, deinen Namen, eventuell deine eigene Webadresse und bist bei einem Hostinganbieter (z.B. WordPress) angemeldet? Dann kann es ja jetzt losgehen. Das erste was du angehen solltest? Das Design! Es gibt bereits einige vorinstallierte Designs, die du kostenlos verwenden kannst. Möchtest du allerdings aus einer größeren Auswahl ein Design aussuchen bzw. kaufen und es etwas persönlicher und nach deinen Wünschen gestalten, dann empfehle ich dir auf der seite themeforest.com nach WordPress Templates zu schauen. Hier findest du eine große Auswahl an tollen Templates, sowie Anleitungen, wie du es installierst. Preistechnisch ist hier für jeden etwas dabei. Denkt dran, der erste Eindruck zählt! Daher ist dein Blogdesign definitv von Bedeutung. 

6. Das Equipment

Auch wenn dein Blog äußerlich nun steht, geht es jetzt an den schwersten und wichtigsten Teil: dem Inhalt. Die Qualität deiner Beiträge und Bilder ist ausschlaggeben dafür, wie lange ein Besucher auf deinem Blog verweilt und ob er wieder kommt. Hier kommt das Equipment ins Spiel. Im besten Fall besitzt du schon eine Spiegelreflexkamera, um deine Fotos zu machen. Falls nicht, würde ich dir empfehlen mehrere Modelle miteinander zu vergleichen oder dich beraten zu lassen. Wir haben unsere Kameras bis jetzt übrigens immer gebraucht gekauft, diese Option gibt es auch bei Amazon und so kannst du einiges an Geld sparen. Je nachdem ob du Rezepte, DIY’s, Outfits oder Interior fotografierst, brauchst du die passenden Objektive. Für Food verwende ich zum Beispiel immer ein 50mm Festbrennweiten Objektiv von Sigma, für meine Outfits momentan das 135mm. Interior, Hotelzimmer und Reisebilder meistens mit dem 24mm.

7. Rechtliches beachten

Egal, ob du hobbymäßig bloggst, oder als Beruf: informiere dich über das Rechtliche! Denk daran ein Impressum auf deiner Seite zu erstellen. Anderenfalls könnte man dich abmahnen. Auch Daten- und Urheberschutz sind wichtige Themen. Teile nur Bilder, die dir gehören oder an denen du alle Rechte besitzt. Bilder ohne Erlaubnis und Quellenangabe zu posten, könnte dir zum Verhängnis werden. Falls du für den Anfang noch Fotos suchst, die du verwenden darfst, kannst du auf kostenlose Stock-Photo Portale zurückgreifen, wie zum Beispiel AllTheFreeStock.

8. Social Media Channels

Heutzutage sind Social Media Kanäle unerlässlich für deinen Blog. Ganz vorne dabei: Instagram & Facebook. Für mich persönlich ist Facebook eine besonders wichtige Plattform: Hier können, im Gegensatz zu Instagram, Links geklickt werden und so entsteht mehr Traffic auf dem Blog. Facebook gehört daher zu meinen wichtigsten Trafficquellen und ist für mich unerlässlich. Wenn du hier eine größere Zielgruppe aufbaust, wirst du mehr Traffic generieren und deine Leser werden immer informiert, wenn ein neuer Blogpost von dir online geht. Auch Pinterest, Twitter & Co sind  Kanäle, die du gut für deinen Blog nutzen kannst. 

9. Richte Google Analytics ein

Das ist nicht nur für das professionelle Bloggen essentiel, sondern auch sicherlich interessant für Hobby Blogger. Google Analytics trackt deinen Traffic, woher deine Zielgruppe kommt, wie lange die Besucher auf deiner Seite verweilen, worauf sie klicken, welche Artikel am meisten geklickt werden und noch vieles vieles mehr. Google Analytics ist generell sehr wichtig für den gesamten Überblick, aber besonderss auch ein fantastisches Tool um deine Leser besser kennenzulernen. So siehst du auf einem Blick, welche Themen besonders viel geklickt werden, woher deine Zielgruppe kommt, ob es sich für dich lohnt auch auf einer anderen Sprache zu schreiben und und und. Anhand dieser Daten, kannst du deinen Blog stetig verbessern. Wenn du professionell Bloggen möchtest, sind diese Zahlen besonders wichtig, da Agenturen, Brands & Co. genau diesen Überblick sehen möchten um über eine potentielle Kooperation nachzudenken. Hier zählen die Eckzahlen aber natürlich auch die Zielgruppe an sich. 

10. Regelmäßigkeit

Wenn du professionell bloggen willst, dann ist Regelmäßigkeit das A&O. Nur so kriegst du deine Besucher dazu, auch wieder zu kommen. Das ist auch definitiv ein Thema, dass du dir schon vorher überlegen solltest. Wie of kann ich bloggen? Wie viel Zeit kann ich in die Vorbereitung investieren? Mit Regelmäßigkeit ist hier aber auch nicht die Häufigkeit gemeint. Du musst nicht täglich bloggen, dass ist ganz dir überlassen. Du solltest deinen eigenen Rhytmus finden, der vereinbar mit deiner verfügbaren Zeit ist- das nimmt auch den Druck von dir und du hast immer eine gute Übersicht über die Zeit die du investierst. Deine Leser freuen sich natürlich, wenn sie regelmäßig neue Posts auf deinem Blog vorfinden!

Ich hoffe euch hat mein kleiner Schrit-für-Schritt Blog-Guide gefallen. Falls ihr euch noch andere Artikel zum Thema wünscht, lasst es mich sehr gerne wissen!

 

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5 Comments

  • Reply
    Bernadette
    6. März 2017 at 12:09

    Danke für den Artikel! Ich möchte zwar gerade nicht mit dem Bloggen anfangen, aber falls das irgendwann mal der Fall sein sollte, dann komme ich sicher auf deinem Artikel zurück 🙂 Mich würde auch noch mehr Content zu dem Thema interessieren 😉

  • Reply
    Ewa Macherowska
    6. März 2017 at 19:34

    Always love your posts 😉

  • Reply
    Eve
    7. März 2017 at 5:10

    Such a helpful post! As someone who has only been blogging for 6 months, it is great to read through your suggestions and do a checklist to see if there’s something I can improve on! Thank you Valerie!

  • Reply
    Su
    8. März 2017 at 15:42

    Ich habe zwar bereits einen eigenen Blog, allerdings steckt er noch in seinen Anfängen und hat noch einige Baustellen:) Dein Beitrag war für mich daher sehr sehr hilfreich 🙂 Lieben lieben Dank!!
    Liebste Grüße Su

    • Reply
      Valerie
      8. März 2017 at 15:48

      Hi liebe Su, das freut mich sehr 🙂 Viel Erfolg mit deinem Blog! :-*